Anfang 2018 sind diverse Organisationen, Verbände und Initiativen zusammengekommen, um den gemeinsamen Kampf gegen den Rechtsruck aufzunehmen. Das Ergebnis war die Demonstration #ausgehetzt – Gemeinsam gegen die Politik der Angst! am 22. Juli 2018.

Jetzt wurde aus Unterzeichnern eines Demo-Aufrufs #ausgehetzt – das Bündnis.

Wir sind ein Bündnis der Vielfalt aus Bayern, das sich für Solidarität und eine offene Gesellschaft einsetzt. Wir wollen durch die Stärke der Vielen auch im Verbund mit #unteilbar bundesweit gesellschaftlichen und politischen Einfluss nehmen und den gesellschaftlichen Wahlkampf gegen Rechts gestalten.

Wir engagieren uns gegen Hass und Hetze und wollen gleiche Rechte für alle, die hier leben. Wir verstehen Rassismus, Diskriminierung, Ausgrenzung und die Verletzung von Menschenrechten als Angriffe auf jeden Einzelnen von uns und uns alle zusammen.

A   K   T   U   E   L   L   E   S

Unser Statement zur aktuellen Situation in der COVID-19 Krise

Abstandsgebot zu Menschenfeindlichkeit

Die aktuell kursierenden Verschwörungsgeschichten wirken oft skurril und albern, man mag kaum glauben, dass Leute sie wirklich ernst nehmen. Leider sind sie aber alles andere als harmlos, es sind auch nicht nur verzweifelte Versuche, mit einfachen Erklärungsmustern die aktuelle Krise zu verstehen. Diese Verschwörungstheorien haben gefährliche Inhalte, sie sind menschenfeindlich. Sie basieren auf alten antisemitischen Mustern, sie werden als Rechtfertigung für Gewalt- und Vernichtungsfantasien genutzt und wenden sich gegen Gruppen, die auch sonst häufig von Hass und Hetze betroffen sind. Dafür kann es keine Toleranz geben.

Über die Verteilung der Lasten der Corona-Maßnahmen muss diskutiert und geredet werden, die Notwendigkeit dieser Maßnahmen steht außer Frage.

Aber diese Diskussion muss im Sinne der Betroffenen geführt werden. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und zum Schutz der Gesundheit aller Menschen werden nicht von allen gleich geschultert. Frauen, Kinder, ältere Menschen, Menschen, die ihren Arbeitsplatz oder ihr Einkommen verloren haben, die im Pflegebereich oder systemrelevanten Einzelhandel arbeiten, haben die größte Last zu tragen. Ihnen gehört unsere Solidarität.

Die Lautstärke und Vehemenz der sogenannten Hygiene-Demos überdecken, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Gesundheits- und Infektionsschutz Maßnahmen befürworten. Der vermeintliche Einsatz der sogenannten Corona-Rebellen für Grundrechte oder das Grundgesetz kann nicht verschleiern, dass ein großer Teil der Teilnehmer dieser Demos eine Menschenfeindlichkeit propagiert, die nicht tolerierbar ist. Damit stehen sie eindeutig nicht auf dem Boden der Grundrechte oder des Grundgesetzes.

Wer sich mit diesen Demos und Protesten gemein macht, unterstützt Rechtsextreme, Antisemiten und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Dazu kann man nur den größtmöglichen Abstand halten.

In diesem Sinne, passt aufeinander auf, schützt euch und andere

#ausgehetzt – das Bündnis

Aufruf #SoGehtSolidarisch zum 14. Juni 2020

#unteilbar durch die Krise

Die Pandemie trifft uns alle, doch bei Weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird in der Krise noch ungerechter: Weltweit sind immer mehr Menschen in ihrer Existenz bedroht und haben keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung. Die Milliarden aus den ersten Konjunkturprogrammen kommen vor allem Unternehmen zugute. Jetzt muss dringend in den Klimaschutz, ins Gesundheitssystem und den Kultur- und Bildungsbereich investiert werden.

Gleichzeitig werden Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen gesellschaftsfähiger und bedrohen unser Zusammenleben. Dem stellen wir uns entschieden entgegen.

So darf es nicht weitergehen!

Viele von uns drohen zurückzubleiben: Menschen ohne sichere Arbeit, die ihre Miete nicht mehr zahlen können oder kein Zuhause haben; geflüchtete Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben müssen oder an den europäischen Außengrenzen entrechtet werden; Menschen, die von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung betroffen sind oder gar Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt werden; Angehörige von Risikogruppen, Betroffene von häuslicher Gewalt und Schulkinder, die abgehängt werden.

Dabei sind es vor allem Frauen, die in der Pflege, im Einzelhandel und bei der Kinderbetreuung die Umsetzung der Schutzmaßnahmen erst möglich machen.

Für eine solidarische Gesellschaft

Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer. Jetzt wird entschieden, ob wir es schaffen, uns gemeinsam auf den Weg in eine antirassistische, soziale und klimagerechte Gesellschaft zu machen – für ein besseres Leben für alle. Auch in der Krise zeigen wir, dass es solidarisch geht – wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.

Mehr auf unteilbar.org/sogehtsolidarisch/


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